Jake Bugg – On my One

CD Cover von Jake Bugg - On my OneJAKE BUGG – {ON MY ONE}

Genre: Rock/Pop (Folk-Pop/Folk-Rock)

Label: EMI (Universal Music)

Veröffentlichungsdatum: 17.06.2016

Diskografie: : Drittes Studioalbum

 

 

Klang Jake Bugg schon auf seinem Debüt ein wenig als habe man einen Bob Dylan-Intonator mit einem Ziegenbock gekreuzt, scheinen inzwischen auch die Chipmunks und eine Computerstimme eingezüchtet worden sein. Die Falsettspitzen auf Love, Hope and Misery zumindest klingend so absonderlich artifiziell, als hätte Scooters Nessaja ein Mashup mit der letzten Last Shadow Puppets-Single spendiert bekommen.

In diesem Sinne ist das Album sogar etwas unterhaltsamer geworden als die beiden schnarchigen Vorgänger, die bloß in adoleszenter Nostalgie wühlten. Und so wird gerade Buggs Stimme vom nervigen Gimmick („die Reinkarnation Bob Dlyans!“) zum unique selling point dieser nichtsdestominder sehr klassizistischen Melange aus Folk, Alternative Rock und Pop. Die ohne Buggs (vielleicht auch unfreiwillig) ins Gnomige transmutierende Gesangsakrobatik auch wirklich nicht interessant wäre.

Silver Disc Wertung

 

 

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Bob Dylan – Fallen Angels

CD Cover von Bob Dylan - Fallen AngelsBOB DYLAN – {FALLEN ANGELS}

Genre: Rock/Pop (Folk-Rock/Traditional-Pop)

Label: Columbia Records (Sony)

Veröffentlichungsdatum: 20.05.2016

Diskografie: : Siebenunddreißigstes Studioalbum

 

Während Altersgenosse Paul Simon mit seinem jüngsten Album gelungen alle Alterserscheinungen umschifft, steuert der ehemalige Folkhalbgott Bob Dylan mit seinem inzwischen siebenunddreißigsten Studioalbum geradeheraus in die Senilität. Lahme und zeitweise defätistisch anmutende Lounge Arrangements, gepaart mit einer müden, drucklosen Stimmleistung.

Wenn exemplum gratum in Maybe You’ll Be There ein Bläser in Schneckentempo ins Gras zu beißen scheint, während Dylan ihm eine apathisch vorgetragene Apologie beschert, sieht man schon die Flure des Altersheim vor dem inneren Auge auftauchen. Und auch anderweitig kommt das Album über Rollator Geschwindigkeit und Fahrstuhlharmonik nicht hinaus. Ein Trauerspiel!

Silver Disc Wertung

 

 

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Gwen Stefani – This is what the truth fells like

CD Cover von Gwen Stefani - This is what the truth fells likeGWEN STEFANI – {THIS IS WHAT THE TRUTH FEELS LIKE}

Genre: Rock/Pop (Pop)

Label: Interscope Records (Universal Music)

Veröffentlichungsdatum: 18.03.2016

Diskografie: : Drittes Studioalbum

 

Die Häme war vorprogrammiert als Stefani zwischen den Jahrtausenden entschied ihre Rolle als No-Doubt-Frontfrau und 90er Jahre-Postergirl an den Nagel zu hängen und eine Zweitkarriere als Popdiva zu unternehmen. Dabei muss man ihr rückwirkend eine absolute Vorreiterfunktion anerkennen: Stefani spielte, in einer Zeit, in der es als eher unschicklich galt, mit Hip-Hop und Elektroelementen und schuf einen Sound, der bis heute nachhallt.

Ihr neues Album, obgleich nun respektvoll honoriert, kehrt jedoch ab von solch zeitgeistlichem Pioniergeist und widmet sich der Krondisziplin des Pop: dem Herzschmerz. Stefani leidet sich, viel zu lang und viel zu zäh, durch die zahlreichen Balladen des Albums. Die Produktion ist weniger originell, weniger mutig, dafür sehr zielstrebig und durchaus stilsicher. Immerhin gibt es Glanzlichter – Where Would I Be oder Make Me Like You sind veritable Hits, die sich einprägen.

Silver Disc Wertung

 

 

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Birdy – Beautiful Lies

CD Cover von Birdy - Beautiful LiesBIRDY – {BEAUTIFUL LIES}

Genre: Rock/Pop (Alternative-Pop)

Label: Atlantic (Warner)

Veröffentlichungsdatum: 25.03.2016

Diskografie: : Drittes Studioalbum

 

Birdy wird erwachsen. Und um ihre neugewonnene Fraulichkeit zu demonstrieren, posiert sie auf ihrem Drittling in majestätisch-weiblichem Rot. Zu hören gibt es hier: mehr Druck, mehr Weite, mehr Kraft in der Stimme. Die Zerbrechlichkeit ist passe und manchmal übt sich die Neunzehnjährige gar am lasziven Raunen einer Lana del Rey.

Die Leadsingle Keeping Your Head Up gerät zwar etwas nervig und Wild Horses, Single Nummer zwei, austauschbar. Dazwischen aber findet sich allerlei Amtliches. Allzu weit aus dem Fenster lehnt sich Birdy dabei natürlich nicht: Ihre Musik sucht Konsens und findet ihn. Das ist zwar unaufregend, aber gut gemacht.

Silver Disc Wertung

 

 

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